Die Reise

Ich bin mit der Bahn unterwegs und muss es schaffen, von Weimar nach Hamburg zu gelangen. Beim Umsteigen in Göttingen fällt der Anschlusszug aus. Der erste Folgezug ist so überfüllt, dass es mir nicht gelingt, einzusteigen. Um die Wartezeit zum nachfolgenden Zug zu überwinden, betrete ich den tristen, unterirdischen Schacht, wo die Bahnhofs-Schläger Ditsch, Le Crobag, Asia Hung, Mr. Clou, Nordsee und Balzac Coffee, versuchen mich fertigzumachen. Ich rette mich auf den Bahnsteig, an dem ein ICE hält, in den ich mich gerade noch quetschen kann. Panisch versuche ich rauszufinden, wohin der Zug fährt. Ich habe Glück: nach Hamburg. Auf der Suche nach einem Sitzplatz durchkämme ich Abteil für Abteil, Wagon für Wagon. Ich steige über monströse Koffer, kraxle über Skier, bugsiere mich an Kinderwagen vorbei. Schließlich, in Hamburg-Harburg, kurz bevor ich am Ziel bin,  finde ich einen Platz, der nach warmer Banane riecht. Es  knistert es in den Lautsprechern.

Durchsage: Falls jemand sein Beautycase vermisst, das im Bordrstaurant liegengeblieben ist: Es kann in Wagen Nummer 35 im Serviceabteil abgeholt werden.

Durchsage: Ich korrigiere meine Durchsage. Wer seinen Helm im Bordrestaurant liegengelassen hat: Er kann in Wagen Nummer 35 im Serviceabteil abgeholt werden.

Durchsage: Ich korrigiere meine Korrektur. Wer seine Taucherglocke im Bordrestaurant liegengelassen hat: Sie kann in Wagen Nummer 35 im Serviceabteil abgeholt werden.

Durchsage: Erneute Korrektur der Korrektur der Korrektur, es handelt sich um ein Nordseerobbenbaby, das. Wer seine Robbe im Bordrestaurant liegengelassen hat: Sie kann beim Servicepersonal in Wagen 35 abgeholt werden.